SPS-Einsteigerleitfaden: Was ist eine SPS und wie wählt man die richtige aus?
Meta-Titel: Grundlagen und Auswahlhilfe für Frequenzumrichter: Wie man einen Frequenzumrichter auswählt (2026)
Meta-Beschreibung: Vollständiger VFD-Leitfaden mit Erläuterungen zur Funktionsweise von Frequenzumrichtern, den Vorteilen eines VFD, wichtigen Auswahlkriterien und einem Markenvergleich von Mitsubishi FR-E800, Danfoss FC101 und Schneider ATV320.
Frequenzumrichter (FU) – auch Drehzahlregler oder Wechselrichter genannt – gehören zu den am weitesten verbreiteten Komponenten in der industriellen Automatisierung. Ein FU steuert die Drehzahl eines Wechselstrommotors durch Variation von Frequenz und Spannung der Stromversorgung. Das Ergebnis: Energieeinsparungen von 20–50 %, verbesserte Prozesssteuerung und verlängerte Motorlebensdauer.
Dieser Leitfaden behandelt die Funktionsprinzipien von Frequenzumrichtern, wann und warum man sie einsetzt, wichtige Auswahlkriterien und einen praktischen Vergleich führender Frequenzumrichtermarken: Mitsubishi FR-E800, Danfoss FC101, Schneider Altivar 320, Und ABB ACS580.
Ein Frequenzumrichter (VFD) ist ein elektronischer Leistungswandler, der Wechselstrom mit fester Frequenz (50/60 Hz) in einen Ausgang mit einstellbarer Frequenz und Spannung umwandelt. Durch die Steuerung der Ausgangsfrequenz lässt sich die Motordrehzahl direkt regeln.
Motordrehzahl (U/min) = 120 × Frequenz (Hz) / Polzahl
Bei einem 4-poligen Motor, der an ein 60-Hz-Netz angeschlossen ist, beträgt die Nenndrehzahl 1800 U/min. Mit einem auf 30 Hz eingestellten Frequenzumrichter (FU) beträgt die Motordrehzahl 900 U/min. Aufgrund dieses Verhältnisses sind Frequenzumrichter unverzichtbar für Ventilatoren, Pumpen, Förderbänder, Kompressoren und alle Anwendungen, bei denen eine variable Drehzahl Energie spart.
Durch eine Reduzierung der Motordrehzahl um 20 % lässt sich etwa 50 % Energie einsparen (die Leistungsaufnahme steigt mit der dritten Potenz der Drehzahl). Bei einem 50-PS-Ventilator, der mit 80 % Drehzahl läuft, können die jährlichen Einsparungen über 5.000 US-Dollar liegen.
Frequenzumrichter erhöhen Spannung und Frequenz stufenweise und eliminieren so den beim Direktstart auftretenden Anlaufstromstoß des 6- bis 8-Fachen des Anlaufstroms. Dies schützt die Motoren und reduziert die mechanische Belastung.
Die variable Drehzahlregelung ermöglicht stufenloses Beschleunigen und Abbremsen, präzise Drehzahlregelung (±0,5 %) und synchronisierte Mehrachsenbewegungen. Unverzichtbar für Verpackungslinien, CNC-Maschinen und Mischanlagen.
Sanftes Anfahren und kontrolliertes Anhalten reduzieren den Riemenverschleiß, die Getriebebelastung und die Lagerbelastung. Die Wartungsintervalle verlängern sich im Durchschnitt um das 2- bis 3-Fache.
Moderne Frequenzumrichter unterstützen EtherNet/IP, PROFINET, Modbus RTU/TCP, CANopen für die nahtlose SPS-Integration und SCADA-Fernüberwachung.
Ein Frequenzumrichter besteht aus drei Hauptstufen:
Der Wechselstrom wird mittels eines Diodenbrückengleichrichters in Gleichstrom umgewandelt. Dadurch entstehen harmonische Verzerrungen (THD ~30-40%).
Die Gleichspannung wird durch Kondensatoren und Induktivitäten geglättet. Der Gleichstromzwischenkreis speichert Energie, um kurzzeitige Stromausfälle zu überbrücken und die Motorrückgewinnung zu ermöglichen.
IGBTs schalten mit hoher Frequenz (2–16 kHz), um eine Wechselstromausgangsspannung in Sinusform mit der gewünschten Frequenz zu erzeugen. Dies ist Pulsweitenmodulation (PWM).
Wichtige VFD-Steuerungsmethoden:
· V/F-Regelung: Standard für konstante Drehmomentbelastungen
· Vektorsteuerung: Besseres Drehmoment und bessere Regelung bei niedrigen Drehzahlen
· Sensorloser Vektor: Motorflussschätzung ohne Geber
· Geschlossener Vektor (mit Encoder): ±0,01 % Geschwindigkeitsgenauigkeit

Die Leistung des Frequenzumrichters muss an die Nennstrom- und -spannungsangabe des Motors angepasst werden. Wählen Sie einen Frequenzumrichter mit einer Nennleistung, die mindestens dem Nennstrom des Motors entspricht – idealerweise 10–20 % darüber liegt. Eine Unterdimensionierung führt zu Überhitzung.
Gängige Nennspannungen: 200–240 V einphasig (kleine Frequenzumrichter), 380–480 V dreiphasig (Industriestandard), 500–690 V (Hochleistung). Schließen Sie niemals einen einphasigen Frequenzumrichter an einen Drehstrommotor an.
Konstantes Drehmoment (Förderbänder, Kompressoren): Erfordert hohes Anlaufdrehmoment. Variables Drehmoment (Ventilatoren, Pumpen): Maximale Energieeinsparung. Frequenzumrichter an Lastprofil anpassen.
Passend zu Ihrem SPS-Ökosystem: EtherNet/IP (Allen Bradley), PROFINET (Siemens/Schneider), Modbus RTU (universell). Für Antriebstechnik: CANopen oder EtherCAT.
IP20 (im Gehäuse). IP54/55 (staubig/feucht). IP66 (im Außenbereich/abspritzbar). Hohe Umgebungstemperaturen (>40 °C) erfordern eine Leistungsreduzierung oder Gehäusekühlung.
Bei häufig bremsenden oder überholungsbedürftigen Lasten (Krane, Förderbänder) ist ein Bremswiderstand erforderlich. Andernfalls steigt die Zwischenkreisspannung an und löst einen Überspannungsfehler aus.
Besonderheit | Mitsubishi FR-E800 | Danfoss FC101 | Schneider ATV320 | ABB ACS580 |
Leistungsbereich | 0,1-630 kW | 0,12-75 kW | 0,18-30 kW | 0,75-250 kW |
Stromspannung | 200–240 V / 380–480 V | 200–240 V / 380–480 V | 200–240 V / 380–480 V | 380-480 V |
Kommunikation | Integriertes Ethernet | Modbus RTU, Feldbus | Modbus RTU, CANopen, Profinet | Eingebautes Modbus RTU |
Programmierung | FR Konfigurator 2 | MCT 10 / integriertes Display | SoMove / Display | DriveComposer Pro |
Hauptstärke | Ethernet & Bewegungssteuerung | Optimierung von Heizung, Lüftung und Klimaanlage/Pumpen | Kompakt, einfache Inbetriebnahme | Industrielle Robustheit |
· Mitsubishi FR-E800: Ideal für Maschinen, die integriertes Ethernet (CC-Link IE Field, Modbus TCP) und Hochgeschwindigkeitsbewegungen benötigen. Hervorragende Encoder-Rückmeldung.
· Danfoss FC101: Speziell entwickelt für HLK-Anlagen und Wasseraufbereitung. Hervorragende vCurve-Optimierung für Pumpen und Ventilatoren. Wettbewerbsfähiger Preis im Leistungsbereich von 0,75–75 kW.
· Schneider Altivar 320: Kompakt und einfach einzurichten über SoMove oder das integrierte Display. Ideal für einfache Pumpen-/Ventilator-/Förderbandanwendungen.
· ABB ACS580: Industriequalität, zuverlässig dank der ABB ACS880-Plattform. Hervorragend geeignet für hohe industrielle Belastungen. Umfassendes globales Servicenetz.
Abschluss
Die Auswahl des richtigen Frequenzumrichters hängt von der Abstimmung von Nennleistung, Spannung, Kommunikationsprotokoll und Lasttyp auf Ihre Anwendung ab. Der Mitsubishi FR-E800 ist führend in puncto Konnektivität und Bewegungssteuerung. Der Danfoss FC101 ist für HLK- und Pumpenanwendungen optimiert. Der Schneider ATV320 zeichnet sich durch Einfachheit und Kompaktheit aus. Der ABB ACS580 bietet industrielle Robustheit.

F: Worin besteht der Unterschied zwischen einem Frequenzumrichter und einem Sanftanlaufgerät?
A: Ein Sanftanlaufgerät regelt die Spannung nur beim Starten und Stoppen. Es kann die Motordrehzahl nicht verändern. Ein Frequenzumrichter regelt hingegen Frequenz und Spannung kontinuierlich und ermöglicht so eine variable Drehzahl und Energieeinsparung während des gesamten Prozesses.
F: Kann ein Frequenzumrichter einen Motor beschädigen?
A: Bei korrekter Dimensionierung und Konfiguration verlängert ein Frequenzumrichter die Lebensdauer des Motors. Hauptrisiken: (1) Überhitzung durch Betrieb mit niedriger Drehzahl, (2) Spannungsspitzen durch lange Motorkabel. Verwenden Sie Ausgangsfilter für Kabelstrecken über 50 m.
F: Wie viel Energie kann ein Frequenzumrichter einsparen?
A: Bei Lasten mit variablem Drehmoment (Ventilatoren, Pumpen) spart eine Drehzahlreduzierung um 20 % ca. 50 % Energie. Ein 50-PS-Ventilator, der mit 75 % Drehzahl 8.000 Stunden pro Jahr läuft, kann jährlich 8.000 bis 12.000 US-Dollar einsparen. Amortisation: 1–3 Jahre.
F: Verursachen Frequenzumrichter harmonische Verzerrungen?
A: Ja. Standardmäßige 6-Puls-Frequenzumrichtergleichrichter erzeugen einen THDi-Wert von ca. 30–40 %. Durch den Einsatz von Eingangsdrosseln, aktiven Eingangsstufen (AFE) oder Mehrpuls-Frequenzumrichtern (12/18 Pulse) lässt sich der THDi-Wert auf unter 5 % reduzieren.
F: Kann ich einen Motor mit 90 Hz über einen Frequenzumrichter betreiben?
A: Standardmotoren sind für 50/60 Hz ausgelegt. Für den Betrieb mit 90 Hz ist ein frequenzumrichtergeeigneter Motor (Isolationsklasse F/H, ausgewuchtete Lager) erforderlich. Bitte wenden Sie sich an den Hersteller, bevor Sie die Nennfrequenz um mehr als 20 % überschreiten.
· Mitsubishi FR-E800 Frequenzumrichter
· Hochleistungs-Frequenzumrichter mit integriertem Ethernet und erweiterten Bewegungsfunktionen. Leistungsbereich: 0,1–630 kW.
· Danfoss FC101 Frequenzumrichter
· Für Heizung, Lüftung, Klimaanlage und Pumpen optimierter Frequenzumrichter mit intuitiver Inbetriebnahme. 0,12–75 kW.
· Schneider Altivar 320
· Kompakter Frequenzumrichter für einfache bis mittelkomplexe Anwendungen. 0,18–30 kW.
· ABB ACS580 Frequenzumrichter
· Universell einsetzbarer industrieller Frequenzumrichter mit robuster Bauweise. 0,75–250 kW.
· Eingangsreaktor für Frequenzumrichter (Oberschwingungsfilter)
· Reduziert die Oberwellenverzerrung von Frequenzumrichtern. Unverzichtbar für Anlagen mit empfindlichen Geräten.
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