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Wie SPS-gesteuerte Wasseraufbereitungsanlagen im Nahen Osten und in Europa funktionieren: Automatisierungsleitfaden 2026

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Wie SPS-gesteuerte Wasseraufbereitungsanlagen im Nahen Osten und in Europa funktionieren: Automatisierungsleitfaden 2026

Wie SPS-gesteuerte Wasseraufbereitungsanlagen im Nahen Osten und in Europa funktionieren: Automatisierungsleitfaden 2026

May 20, 2026

 

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Die unsichtbare Infrastruktur

SPS-Automatisierung in Wasseraufbereitungsanlagen im Nahen Osten und Europa bis 2026 – eine Suche danach liefert Anbieterseiten, wissenschaftliche Artikel und einige veraltete Whitepaper. Was fehlt, ist eine klare Antwort von jemandem, der die Hardware für eine funktionierende Anlage spezifiziert hat. Dieser Artikel ändert das. Er beschreibt, wie SPS-Systeme in der Praxis Wasser- und Abwasseraufbereitungsanlagen steuern: welche Plattformen eingesetzt werden, was sie steuern, wie sie in SCADA-Systeme integriert werden und wie die regulatorischen Rahmenbedingungen in beiden Regionen im Jahr 2026 aussehen.

Warum das wichtig ist: Die Wasseraufbereitung zählt zu den anspruchsvollsten SPS-Anwendungen, da sie kontinuierliche Prozesssteuerung, sicherheitskritische Chemikaliendosierung, raue Umgebungsbedingungen (korrosive Atmosphären, hohe Luftfeuchtigkeit) und behördliche Berichtspflichten vereint, die eine SCADA-Integration unerlässlich machen. Ein SPS-Ausfall in einer Wasseraufbereitungsanlage ist keine bloße Unannehmlichkeit – er kann eine Gefahr für die öffentliche Gesundheit darstellen.

 

Was SPSen in Wasseraufbereitungsanlagen steuern

Eine moderne kommunale oder industrielle Wasseraufbereitungsanlage automatisiert vier Kernprozesse: Chemikaliendosierung, Belüftung, Filtration und Rückspülung. SPS-Steuerungen übernehmen zudem Hilfsfunktionen wie Pumpen, Füllstandsregelung und Durchflussausgleich. Der Komplexitätsgrad variiert erheblich zwischen einer kleinen Kompaktanlage (einige tausend Liter pro Tag) und einer großen städtischen Kläranlage (Hunderte Millionen Liter pro Tag).

Chemikaliendosierung

Die Dosierung von Chemikalien ist die sicherheitskritischste Funktion. Die Zugabe von Chlor (oder Chloramin) verhindert das Eindringen von Krankheitserregern. Koagulationsmittel (Aluminiumsulfat, Eisen(III)-chlorid) binden Schwebstoffe. Chemikalien zur pH-Wert-Regulierung (Kalk, Schwefelsäure) korrigieren die Alkalität. Phosphorentfernungsmittel (Eisen(III)-chlorid, Alaun) reduzieren die Nährstoffbelastung.

Die SPS steuert die Dosierpumpen in Abhängigkeit von den Messwerten des Online-Analysegeräts. Eine typische Konfiguration:

· Durchflussmessumformer am Einlassverteiler (misst die Durchflussrate in GPM)

· Restchloranalysator stromabwärts des Kontaktbehälters

· Die PLC berechnet die erforderliche Dosisleistung (mg/L) auf Basis der durchflussproportionalen Dosierung.

· Der analoge Ausgang (4–20 mA) steuert den Hub bzw. die Geschwindigkeit der Dosierpumpe.

Siemens S7-1500-Systeme eignen sich hervorragend für kommunale Projekte in den VAE – die integrierten PID-Regelfunktionen (PID_Compact, PID_3Step) sind ideal für Dosierkreisläufe, und die TIA Portal-Bibliotheken enthalten vorgefertigte Funktionsblöcke für die Wasseraufbereitung, die den Programmieraufwand reduzieren. Allen Bradley ControlLogix mit 1756-IF8 analoge Eingänge und 1756-OF4 Analoge Ausgänge übernehmen in US-Anlagen die gleiche Funktion – die RSLogix- und Studio 5000-Umgebung ist US-Wasserversorgungsunternehmen vertraut, und die Allen Bradley-Plattform ist tief in das Prozessautomatisierungssystem Rockwell Automation PlantPAx integriert.

Belüftungssteuerung

Die Belüftung dient zwei Zwecken: der biologischen Oxidation organischer Stoffe (BSB-Abbau) und der Aufrechterhaltung des Sauerstoffgehalts (DO) für die Nitrifikation. In Belebtschlammverfahren regelt die SPS den Belüftungsluftstrom zu jedem Belüftungsbecken anhand der DO-Messwerte von Online-Sonden.

Ein typischer Belüftungsregelkreis:

· Sauerstoffsonde (polarographisch oder optisch) in jedem Belüftungsbecken

· Die SPS liest DO (4–20mA-Signal)

· Die SPS regelt die Drehzahl der Luftklappe oder des Gebläses (Frequenzumrichter) über einen Analogausgang oder Modbus/Profibus an einen Frequenzumrichter.

· Ziel: Aufrechterhaltung des Sauerstoff-Sollwerts (typischerweise 2 mg/L) bei gleichzeitiger Minimierung des Energieverbrauchs

ABB AC500-Systeme sind in europäischen Wasserversorgungsunternehmen weit verbreitet, darunter auch bei einem spanischen Regionalunternehmen, das mehrere Wasserwerke an der Mittelmeerküste betreibt. Die AC500-CPU der ABB-Plattform bewältigt die Rechenlast der Mehrzonen-Belüftungssteuerung (die die gleichzeitige Koordination der Sauerstoffmesswerte in 4–8 Belüftungsbecken erfordert) und lässt sich nahtlos über Modbus RTU in die bestehenden ABB-Frequenzumrichter des Unternehmens integrieren. Die ABB-Automatisierungsplattform umfasst zudem eine Bibliothek für die Wasseraufbereitung, die Belüftungssteuerung, Schlammabfuhr und Chemikaliendosierung abdeckt – nützlich für die Standardisierung bei einem Betreiber mit mehreren Anlagen.

Filtrations- und Rückspülzyklen

Die Filtration mit granularen Medien (Sandfilter, Multimediafilter) entfernt Schwebstoffe. Der Filtrationszyklus läuft im Produktionsmodus, bis ein bestimmter Druckverlust erreicht ist (ein Indikator für Filterverschmutzung). Dann initiiert die SPS einen Rückspülzyklus.

Die Rückspülsequenz:

1. Filter entleeren (gesteuert über ein automatisches Überlaufventil)

2. Luftspülung (Luftspülgebläse für 2–5 Minuten)

3. Langsam spülen (2–5 Minuten in gefiltertem Wasser)

4. Rückkehr zum Service

Die SPS führt diese Sequenz mittels Kontaktplanlogik oder strukturiertem Text aus. Eine Verriegelungslogik verhindert, dass der Filter wieder in Betrieb genommen wird, bis die gesamte Sequenz abgeschlossen ist. Das Timing ist entscheidend: Ist die Rückspülung zu kurz, spült der Filter Feststoffe weiter; ist sie zu lang, werden aufbereitetes Wasser und Energie verschwendet.

Im Nahen Osten verwenden viele Anlagen Zweischichtfilter (Anthrazit + Sand) mit automatisierter Rückspülung, die von Siemens gesteuert wird. S7-1500 SPS. Die Hochgeschwindigkeitszählereingänge des S7-1500-Systems übernehmen die Durchflusssummenberechnung, die für die Rückspülvolumenverfolgung erforderlich ist, und die eingebaute Echtzeituhr (RTC) versieht Rückspülereignisse mit Zeitstempeln für behördliche Protokolle.

SCADA-Integration

Moderne SPS-Systeme für die Wasseraufbereitung arbeiten nicht isoliert. Anlagen-SPS kommunizieren mit einem SCADA-System (Supervisory Control and Data Acquisition), das Folgendes bereitstellt:

· Echtzeitvisualisierung von Prozessparametern (Tankfüllstände, Durchflüsse, gelöster Sauerstoff, Chlorrest)

· Historische Datenprotokollierung und Trendanalyse

· Alarmmanagement und Eskalation

· Meldepflichten (monatliche DMRs in den USA, EU-Wasserinformationssystem in Europa)

Gängige SCADA-Plattformen im Nahen Osten sind Siemens WinCC (oft in Kombination mit S7-SPSen), Wonderware (Schneider Electric) und Ignition (Inductive Automation). In Europa ist die Vielfalt größer: WinCC, Rockwell Automation FactoryTalk und PI System (OSIsoft) für die Datenhistorie.

Kommunikationsprotokolle: Modbus RTU (seriell, üblich in älteren europäischen Anlagen), Modbus TCP/IP (Ethernet, zunehmend üblich), Profinet (Siemens-Anlagen), EtherNet/IP (Allen-Bradley-Anlagen) und OPC-UA (für die IT/OT-Integration und Anlagen mit Komponenten verschiedener Hersteller).

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Regionale Regulierungslandschaft

Naher Osten: DEWA-Standards der VAE

Die Dubai Electricity and Water Authority (DEWA) legt Standards für die Automatisierung der Wasseraufbereitung in den VAE fest. Der regulatorische Rahmen der DEWA sieht Folgendes vor:

· Online-Überwachung und Datenprotokollierung aller kritischen Parameter (Durchfluss, Druck, Chlorrestgehalt, Trübung)

· Alarmmanagement mit definierten Reaktionsverfahren

· Regelmäßige Kalibrierungsaufzeichnungen für alle Messgeräte (pH-Wert, Chlor, Durchfluss)

· SCADA-Integration mit dem zentralen Überwachungssystem von DEWA für Großanlagen

Siemens S7-1500 mit TIA Portal ist die am häufigsten genutzte Plattform für neue kommunale Wasserprojekte in den VAE, da Siemens in Dubai und Abu Dhabi über eine starke lokale Unterstützung verfügt, die Ingenieure von DEWA mit der Plattform vertraut sind und das S7-1500-System das für die Integration mit DEWA-kompatiblen SCADA-Systemen erforderliche Profinet-Protokoll unterstützt.

Bei Projekten in den VAE werden typischerweise ABB oder Siemens für neue Anlagen spezifiziert, während Allen Bradley häufiger bei der industriellen (nicht-kommunalen) Wasseraufbereitung zum Einsatz kommt, insbesondere in petrochemischen Anlagen, wo das Mutterunternehmen bereits über eine Allen Bradley-Infrastruktur verfügt.

Preissignale: Die kommunalen Wasseraufbereitungsprojekte in den VAE (insbesondere jene, die aus staatlichen Infrastrukturbudgets finanziert werden) haben sich bis 2025–2026 weiterhin robust entwickelt, ohne dass es zu einer signifikanten Verlangsamung beim Bau neuer Anlagen oder bei Modernisierungen gekommen ist. Die Budgetzuweisungen für die Automatisierung bestehender Anlagen steigen, da die Betreiber der Energieeffizienz Priorität einräumen (die Belüftung ist der größte Energieverbraucher in einer typischen Belebtschlammanlage).

Europa: EU-Wasserrahmenrichtlinie

Die EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL, 2000/60/EG) und ihre Folgerichtlinien bilden die regulatorische Grundlage für die Wasseraufbereitung in der gesamten EU. Wichtige Anforderungen an SPS- und Automatisierungsspezifikationen:

· Obligatorische Überwachung von prioritären Stoffen und des Chemikalienstatus

· Kontinuierliche Echtzeitüberwachung bestimmter Parameter (Ammoniak, Nitrat, gelöster Sauerstoff)

· Elektronische Meldung an das Water Information System Europe (WISE)

· Die Anforderungen an die Energieeffizienz treiben zunehmend Projekte zur Optimierung der Belüftung voran.

Europäische Wasserversorgungsunternehmen sind bei Plattformwechseln konservativer als Betreiber im Nahen Osten – eine bestehende ABB AC500-Anlage bei einem spanischen Wasserversorgungsunternehmen wird in der Regel eher mit ABB-Modulen erweitert oder aufgerüstet als auf eine konkurrierende Plattform migriert, da die Kosten für eine Neuentwicklung und erneute Validierung zu hoch sind.

Allen Bradley ControlLogix ist in nordeuropäischen Wasserversorgungsunternehmen (Großbritannien, Niederlande, Skandinavien) weit verbreitet, wo das Rockwell Automation-Ökosystem stark vertreten ist. Der britische Wassersektor (betrieben von Unternehmen wie Thames Water, Severn Trent und United Utilities) nutzt Allen Bradley umfassend, und viele Wasserwerke wurden im Rahmen von Investitionszyklen des Anlagenmanagementprogramms (AMP) mit ControlLogix modernisiert.

Plattformwahl in der Praxis: Drei Beispiele aus der realen Welt

VAE: Städtische Kläranlage Dubai – Siemens S7-1500

Eine kommunale Wasseraufbereitungsanlage in Dubai mit einer Kapazität von 50 Millionen Litern pro Tag (MLD) nutzt eine Siemens S7-1500 (CPU 1516-3 PN/DP) als Haupt-SPS und ET 200SP-E/A-Systeme an den Prozessanlagen. Die Programmierung erfolgt über TIA Portal mit benutzerdefinierten Funktionsbausteinen für die Chemikaliendosierung und die PID-Regelkreise der Belüftung. Das SCADA-System ist Siemens WinCC OA. Die Anlage wird von DEWA überwacht, die Daten werden über OPC-UA an das zentrale Überwachungssystem von DEWA übertragen. Das Dosiersystem verwendet 4–20-mA-Schleifen von Siemens SM531-Analogeingangsmodulen zu den Frequenzumrichtern der Dosierpumpen. PID_Compact-Regler steuern die Chlor- und Flockungsmitteldosierung.

Spanien: Mediterrane Küstenversorgung — ABB AC500

Ein spanisches regionales Wasserversorgungsunternehmen betreibt zwölf Kläranlagen in den Regionen Valencia und Katalonien. Die Standardplattform ist ABB AC500 (PM573-ETH CPU) mit S500 I/O-Modulen. Die Engineering-Umgebung wird durch Automation Builder (basierend auf CODESYS) bereitgestellt. Die größte Anlage (85 Mio. Liter/Tag) nutzt eine Mehrzonen-Belüftungssteuerung, die über sechs Belüftungsbecken koordiniert wird. Die Fähigkeit der ABB-Plattform, mehrere Modbus-RTU-Netzwerke (eines pro Belüftungsbecken) auf einer einzigen CPU zu verwalten, war ein entscheidendes Auswahlkriterium. Das SCADA-System ist Wonderware InTouch mit einem OSIsoft PI-Historian für die Berichterstattung an das spanische Umweltministerium.

USA: Kläranlage im Mittleren Westen – Allen Bradley ControlLogix

Eine kommunale Kläranlage im Mittleren Westen der USA mit einer Kapazität von 35 Millionen Gallonen pro Tag (MGD) nutzt ein Allen Bradley ControlLogix-System (1756-L85E CPU, 1756-IF8/1756-OF4 Analogmodule, 1756-IB16/1756-OB16 Digitalmodule) zur Steuerung der Nachbehandlung. Die Anlage arbeitet mit einem konventionellen Belebtschlammverfahren mit chemischer Phosphorentfernung. Dosierpumpen (Aluminiumsulfat und Polymer) werden über 4–20-mA-Signale der Analogausgänge 1756-OF4 angesteuert. Die Belüftung wird durch Allen Bradley PowerFlex Frequenzumrichter moduliert, die über EtherNet/IP mit der SPS kommunizieren. Die SCADA-Plattform ist Rockwell Automation FactoryTalk View SE mit einem PI-System-Historian. Die Anlage meldet ihre Daten elektronisch an die zuständige Umweltbehörde des Bundesstaates über ECHO (EPA Enforcement and Compliance History Online) und das entsprechende staatliche System.

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Preissignale für die Automatisierung der kommunalen Wasseraufbereitung

Die Ausgaben für die Automatisierung der kommunalen Wasseraufbereitung im Jahr 2026 werden von drei Faktoren bestimmt:

5. Energieeffizienzauflagen – Belüftungsoptimierungsprojekte (die SPS-Upgrades und DO-Sondennetze erfordern) erhalten in beiden Regionen erhebliche Budgetmittel. EU-Betreiber stehen unter Druck, die Energieeffizienzvorgaben der Wasserrahmenrichtlinie zu erfüllen; Betreiber in den VAE werden durch die Nachfragemanagementprogramme der DEWA gesteuert.

6. Die regulatorischen Meldepflichten und die Modernisierung der Online-Überwachung (Hinzufügen von Messgeräten, Aufrüstung von SPSen zur Unterstützung der SCADA-Anbindung) treiben weiterhin Investitionsprojekte voran. Die EU-Initiative zur Echtzeit-Nährstoffüberwachung (Ammoniak, Nitrat, Phosphor) schafft Bedarf an zusätzlicher analoger Eingangskapazität und verbesserten Datenspeichersystemen.

7. Erneuerung veralteter Infrastruktur – Viele Kläranlagen in Europa und Nordamerika verfügen über SPS-Infrastruktur aus den 2000er-Jahren (ursprüngliche Siemens S7-300, frühe Allen Bradley ControlLogix, ABB AC500), die das Ende ihrer Lebensdauer erreicht. Besonders akut ist die Situation der veralteten S7-300-Systeme (die ältere Siemens-Installationen betrifft), da viele davon zwischen 2008 und 2015 installiert wurden.

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Häufig gestellte Fragen

F: Welche SPS-Plattform eignet sich am besten für Wasseraufbereitungsanlagen?

A: Die Plattform, die Ihr Wartungsteam bereits kennt. Siemens, Allen Bradley und ABB sind alle geeignet. Siemens S7-1500 ist aufgrund der Vertrautheit mit DEWA und des lokalen Supports die gängigste Wahl für neue kommunale Projekte in den VAE. ABB AC500 ist in europäischen Versorgungsunternehmen aufgrund der Standardisierung und der Flexibilität von CODESYS stark vertreten. Allen Bradley ControlLogix ist führend im US-amerikanischen Markt für kommunale Wasser- und Abwasserwirtschaft. Alle drei Systeme lassen sich in gängige SCADA-Plattformen integrieren.

F: Wie handhaben SPS-Systeme in der Wasseraufbereitung die sichere Dosierung von Chemikalien?

A: Dosierkreisläufe sind typischerweise mit mehreren Schutzebenen ausgestattet: Hoch-/Hoch- und Niedrig-/Niedrig-Alarme bei Überschreitung des Sollwerts durch den Analysator, festverdrahtete Sicherheitsverriegelungen an der Dosierpumpe (Aktivierung/Deaktivierung über SPS-Ausgang und physisches Relais) sowie eine Kaskadenschaltung, bei der die SPS die Drehzahl der Dosierpumpe vorgibt, der Analysator aber unabhängig einen Alarm auslöst und die Pumpe automatisch abschaltet, sobald der Sollwert überschritten wird. Die SPS dient der Optimierung und Sollwertregelung; die physischen Verriegelungen gewährleisten die Sicherheit.

F: Welche Kommunikationsprotokolle verwenden Wasseraufbereitungsanlagen?

A: Modbus RTU (seriell) ist in älteren europäischen Anlagen noch weit verbreitet. Modbus TCP/IP setzt sich zunehmend für Ethernet-basierte Systeme durch. Profinet ist Standard in Siemens-basierten Anlagen im Nahen Osten. EtherNet/IP ist Standard in Allen-Bradley-basierten Anlagen in Amerika und Nordeuropa. OPC-UA ist das bevorzugte Protokoll für die IT/OT-Integration und Umgebungen mit Systemen verschiedener Hersteller.

F: Wie oft müssen SPS-Steuerungen für Wasseraufbereitungsanlagen aktualisiert werden?

A: Der typische Lebenszyklus einer SPS in der Wasseraufbereitung beträgt 15–20 Jahre. Die zugehörige Infrastruktur (Netzwerk-Switches, SCADA-Server, Historian-Systeme) muss jedoch möglicherweise bereits nach 7–10 Jahren erneuert werden. Ankündigungen zum Ende des Produktlebenszyklus einer Plattform (wie die Einstellung der Siemens S7-300) können ein früheres Upgrade erforderlich machen. Budgetzyklen von kommunalen Wasserversorgern (5-jährige Investitionsprogramme in den USA, regulatorische Investitionszeiträume in der EU) bestimmen häufig den Zeitpunkt.

F: Können SPS-Steuerungen für Wasseraufbereitungsanlagen fernüberwacht werden?

A: Ja. Fernzugriff ist über VPN-Verbindungen zum SCADA-Netzwerk der Anlage üblich. In der EU ist der Fernzugriff für die SPS-Programmierung und Fehlerbehebung Standard und durch die NIS2-Richtlinie (EU) geregelt. Im Nahen Osten variiert der Fernzugriff je nach Betreiber und Aufsichtsbehörde. Prüfen Sie vor der Implementierung stets, ob der Fernzugriff den lokalen gesetzlichen Bestimmungen entspricht.

F: Was ist die größte Herausforderung im Bereich der Automatisierung bei der Wasseraufbereitung?

A: Zuverlässigkeit der Messgeräte. Die SPS führt die programmierten Aufgaben aus, ihre Genauigkeit hängt jedoch von den Feldgeräten ab, die ihr Daten liefern. Trübungsmesser, Chloranalysatoren, Sauerstoffsonden und Durchflussmesser in der Wasser- und Abwasseraufbereitung arbeiten unter rauen Bedingungen (korrosive Atmosphäre, Biofilm, Ablagerungen) und erfordern regelmäßige Kalibrierung und Wartung. Ein gut programmierter PID-Regler für die Belüftung liefert bei fehlerhaften Sauerstoffsondendaten keine zufriedenstellenden Ergebnisse. Investitionen in die Wartung und Kalibrierung der Messgeräte sind daher genauso wichtig wie Investitionen in die SPS selbst.

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*Für SPS-Lösungen besuchen Sie tztechio.comLösungen von Siemens finden Sie unter tztechio.com/siemensFür Allen Bradley siehe tztechio.com/allen-bradleyFür ABB siehe tztechio.com/abb.*

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