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Siemens vs. Mitsubishi PLC 2026: Welche Marke bietet das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis?

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Siemens vs. Mitsubishi PLC 2026: Welche Marke bietet das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis?

Siemens vs. Mitsubishi PLC 2026: Welche Marke bietet das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis?

May 11, 2026

Einführung

Siemens und Mitsubishi Electric repräsentieren zwei unterschiedliche Pole des globalen SPS-Marktes. Siemens dominiert mit seinem TIA Portal-Ökosystem die europäischen und asiatischen Prozessindustrien. Mitsubishi hält einen bedeutenden Marktanteil in der japanischen Fertigungsindustrie und bei kostensensiblen OEM-Anwendungen in ganz Asien.

Dieser Vergleich blendet die Markentreue aus und konzentriert sich auf das, was Ingenieure und Einkaufsmanager tatsächlich wissen müssen: welche Plattform den besseren Nutzen für Ihre spezifische Anwendung bietet.

Hardware- und CPU-Leistung

Siemens

Siemens SIMATIC S7-1500 Die Serie repräsentiert das Premium-Angebot. Die S7-1500 1515-2 PN positioniert sich im mittleren Preissegment mit 2 MB Programmspeicher und Ausführungsgeschwindigkeiten, die mit Allen Bradleys ControlLogix konkurrenzfähig sind. Für OEM-Anwendungen bietet die Serie S7-1200 einen kompakten und kostengünstigen Einstieg.

Wichtigste Unterscheidungsmerkmale für Siemens-Hardware:

· Technologie-CPUs (T-Varianten): Integrierte Bewegungssteuerungsfunktionen machen separate Bewegungsmodule für viele Anwendungen überflüssig.

· ET200SP: Ultrakompakte verteilte E/A mit Push-in-Anschlüssen und automatischer Konfiguration

· PROFINET: Natives deterministisches Ethernet mit überlegener Echtzeitleistung im Vergleich zu EtherNet/IP

· Integriertes Display: Die S7-1500-CPUs verfügen über ein integriertes Display für die Diagnose ohne PC.

Mitsubishi

Die MELSEC iQ-R-Serie von Mitsubishi zielt auf Anwendungen im mittleren bis gehobenen Segment ab und konkurriert direkt mit der Siemens S7-1500. Die iQ-R R04EN bietet 400 KB Programmspeicher und Ausführungsgeschwindigkeiten, die mit vergleichbar teuren Siemens-CPUs mithalten können oder diese sogar übertreffen.

Wichtigste Unterscheidungsmerkmale für Mitsubishi-Hardware:

· MELSEC iQ-F (FX5): Kompakte SPS mit integriertem EtherNet, die sich preislich und leistungsmäßig zwischen Siemens S7-1200 und S7-1500 positioniert.

· CC-Link IE: Mitsubishis proprietäres Gigabit-Ethernet-Backbone mit überlegener Bandbreite für Hochgeschwindigkeits-Datenaustausch

· Mehrprozessorarchitektur: iQ-R ermöglicht mehrere CPUs (SPS, Bewegungssteuerung, CNC) auf derselben Basis, die den Speicher nativ gemeinsam nutzen.

· Kostengünstige E/A: Die E/A-Preise von Mitsubishi sind deutlich günstiger als die der europäischen Konkurrenz.

Spezifikation | Siemens S7-1500 1515-2 PN | Mitsubishi iQ-R R04EN

Programmspeicher | 2 MB | 400 KB (+ 256 KB Standard-RAM)

Bitausführung | 0,05 μs | 0,02 μs

Maximale E/A-Punkte | 262.144 | 256.000

Ethernet-Anschlüsse | 2 x 1 Gbit/s | 2 x 1 Gbit/s

Integrierte Bewegungssteuerung | Ja (T-Variante) | Über iQ-R Motion CPU

Üblicher Preis | 3.000 $ – 4.500 $ | 2.200 $ – 3.500 $

Programmiersoftware und Ökosystem

Siemens TIA Portal

TIA Portal ist die einheitliche Entwicklungsumgebung von Siemens und umfasst Konfiguration, Programmierung, Simulation und HMI-Design für das gesamte S7-Portfolio. Die Basisversion ist für S7-1200-Projekte kostenlos – ein entscheidender Vorteil für Lernzwecke und kleinere Implementierungen.

Die Lizenzkosten für die Professional-Version liegen je nach Umfang zwischen 2.000 und 10.000 US-Dollar und sind damit für mittelständische Unternehmen erschwinglicher als Studio 5000.

Stärken:

· Einheitliche Umgebung für SPS-, HMI- und Antriebskonfiguration

· Hervorragende Simulationswerkzeuge für Offline-Tests

· Integrierte Sicherheitsprogrammierung (F-CPU) in derselben Umgebung

· Leistungsstarke SPS-Simulation ohne Hardware

Schwächen:

· Großer Software-Speicherbedarf (10 GB+ Installationsspeicher)

· Kann sich auf Standardhardware langsam anfühlen.

· Komplexe Lizenzstruktur für Mehrbenutzerumgebungen

Mitsubishi GX Works3

GX Works3 programmiert die gesamte MELSEC iQ-R-, iQ-F- und Q-Serie in einer einzigen Umgebung. Die Preise sind deutlich niedriger als bei Siemens oder Allen Bradley – vollständige Konfigurationspakete sind oft im Lieferumfang der Hardware von Distributoren enthalten.

Stärken:

· Bei den meisten Hardwarekäufen ohne Aufpreis enthalten.

· Einfache Projektstruktur für unkomplizierte Anwendungen

· Hervorragende Bewegungssteuerungsintegration über MR Configurator

· Geringerer Installationsbedarf als TIA Portal

Schwächen:

· Weniger ausgereifte Simulation im Vergleich zum TIA Portal

· Die Qualität der Dokumentation ist unterschiedlich – einige Funktionen sind nicht klar erklärt.

· Kleinere Gemeinschaft im Vergleich zu Siemens/Allen Bradley

Bewegungssteuerung: Ein entscheidender Unterscheidungsfaktor

Bei Anwendungen, die präzise Bewegungen erfordern, weichen die Plattformen erheblich voneinander ab.

Siemens S7-1500 T CPUs integrieren die Bewegungssteuerung nativ. Die Konfiguration einer Servoachse erfordert die Definition des Technologieobjekts im TIA Portal und den Aufruf der Standard-MC-Befehle im SPS-Programm. Dieser integrierte Ansatz reduziert den Hardwareaufwand im Schaltschrank, erfordert jedoch für optimale Leistung die Verwendung von Siemens-Antrieben.

Mitsubishi trennt die Bewegungssteuerung in dedizierte Bewegungs-CPUs (RD77 oder iQ-R Motion CPU), die zusammen mit der Standard-SPS-CPU auf demselben Sockel arbeiten. Diese Multi-CPU-Architektur ermöglicht den unabhängigen Betrieb von SPS und Bewegungssteuerung, wodurch verhindert wird, dass Bewegungsfunktionen die Zykluszeit der SPS beeinflussen. Die Servosysteme von Mitsubishi (MR-J4, MR-J5) bieten hervorragende Leistung zu wettbewerbsfähigen Preisen.

Wenn Ihr Hauptaugenmerk auf der Bewegungssteuerung liegt, ist der dedizierte Bewegungsansatz von Mitsubishi bei Mehrachsenanwendungen oft die beste Wahl. Für die Integration von SPS und Bewegungssteuerung in einfachen Maschinen sind die T-CPUs von Siemens überzeugend.

Kommunikationsprotokolle

Beide Plattformen unterstützen Standard-Industrie-Ethernet, aber die Ökosysteme unterscheiden sich.

Siemens setzt voll und ganz auf PROFINET als primäres industrielles Ethernet-Protokoll. Für die Anbindung von Geräten von Drittanbietern bietet Siemens flexible PROFINET-Schnittstellen. Modbus TCP/IP wird ebenfalls für die Integration bestehender Systeme unterstützt.

Mitsubishi unterstützt CC-Link IE (sein eigenes Gigabit-Industrie-Ethernet), EtherNet/IP und Modbus TCP/IP. CC-Link IE bietet hervorragende Leistung innerhalb reiner Mitsubishi-Ökosysteme, erfordert jedoch zusätzliche Konfigurationen bei der Integration von Geräten von Drittanbietern.

Wenn Ihre Einrichtung bereits EtherNet/IP verwendet, funktionieren beide Plattformen – Mitsubishi benötigt jedoch möglicherweise zusätzliche Konfigurationsmodule.

Regionale Unterstützung und Vertrieb

Mitsubishi verfügt über ein hervorragendes Vertriebsnetz in Asien und ist weltweit in japanischen Produktionsstätten stark vertreten. Die Preise sind in der Regel wettbewerbsfähiger, insbesondere bei kostensensiblen Projekten.

Siemens dominiert den europäischen Markt für industrielle Automatisierung und verfügt über das weltweit größte Vertriebs- und Systemintegratornetzwerk. Die Qualität des technischen Supports in Europa und Nordamerika ist im Allgemeinen hervorragend.

Für global agierende Unternehmen mit gemischten regionalen Niederlassungen dienen Allen Bradley oder Siemens aufgrund ihrer globalen Supportinfrastruktur oft als Standard.

Welche sollten Sie wählen?

Wählen Sie Siemens, wenn:

· Ihr Unternehmen ist in Europa oder Asien ansässig und verfügt über eine starke Siemens-Distributorenunterstützung.

· Sie schätzen die integrierte SPS+Bewegungssteuerung (T-CPU) für einfache Maschinen

· Die kostenlose S7-1200-Stufe des TIA-Portals passt zu Ihrem Umfang.

· Die PROFINET-Infrastruktur ist bereits vorhanden.

Wählen Sie Mitsubishi, wenn:

· Die Kosten sind ein primärer limitierender Faktor

· Ihre Anlage verwendet japanische Ausrüstung oder beschäftigt japanische Ingenieure.

· Sie benötigen eine mehrachsige Bewegungssteuerung zu wettbewerbsfähigen Preisen.

· Das CC-Link IE-Ökosystem existiert bereits.

Abschluss

Siemens und Mitsubishi bieten beide leistungsstarke Plattformen. Siemens punktet mit einem ausgereiften Ökosystem, globalem Support und integrierten Engineering-Tools. Mitsubishi überzeugt durch Preisgestaltung und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis im Bereich Motion Control.

Für die europäische Prozessindustrie ist Siemens die naheliegende Wahl. Für die asiatische Fertigung und kostensensible OEM-Anwendungen sollte Mitsubishi ernsthaft in Betracht gezogen werden. Beide Plattformen übertreffen Einstiegsmodelle – die endgültige Auswahl sollte sich daher eher an der vorhandenen Infrastruktur, der Verfügbarkeit von Support und den Gesamtbetriebskosten als allein an den Hardware-Spezifikationen orientieren.

Häufig gestellte Fragen

F: Ist die Programmierung von Mitsubishi-SPSen schwieriger als die von Siemens?

A: Nicht unbedingt. GX Works3 verwendet ähnliche IEC 61131-3-Sprachen (Kontaktplan, strukturierter Text, Funktionsbausteine). Die Lernkurve hängt mehr von der Qualität der Dokumentation als von der Komplexität der Plattform ab. Die umfassenderen Online-Ressourcen von Siemens bieten einen Vorteil für Selbstlerner.

F: Können Mitsubishi-SPSen über EtherNet/IP kommunizieren?

A: Ja. Mitsubishi bietet EtherNet/IP-Adaptermodule an, und einige CPUs unterstützen EtherNet/IP nativ. Die Einrichtung erfordert die Konfiguration von Assembly-Instanzen, ist aber gut dokumentiert.

F: Welche Plattform eignet sich besser für einfache Verpackungsmaschinen?

A: Sowohl Mitsubishi iQ-F (FX5) als auch Siemens S7-1200 eignen sich hervorragend für Kompaktmaschinen. Mitsubishi ist in der Regel bei den Hardwarekosten günstiger; Siemens bietet bessere Simulationswerkzeuge. Für OEMs, die viele identische Maschinen bauen, summieren sich die geringeren Projektkosten von Mitsubishi schnell.

F: Unterstützen Mitsubishi-SPSen OPC UA?

A: Ja. Die MELSEC iQ-R- und iQ-F-Serien verfügen über eine in die CPU integrierte OPC-UA-Serverfunktionalität – es ist keine zusätzliche Hardware oder Lizenz erforderlich. Siemens berechnet OPC-UA-Lizenzen für die S7-1500.

F: In welchen Branchen werden typischerweise Mitsubishi-SPSen eingesetzt?

A: Japanische Fertigungsindustrie (Automobilindustrie, Elektronikindustrie, Halbleiterindustrie), OEMs für Verpackungsanlagen und asiatische Prozessindustrien. Mitsubishi ist zudem weltweit stark in den Bereichen Gebäudeautomation und Wasseraufbereitung vertreten.

Verwandte Produkte

· [Siemens PLCs](https://www.tztechio.com/siemens) – S7-1500, S7-1200, S7-300

· [Mitsubishi PLCs](https://www.tztechio.com/mitsubishi) — MELSEC iQ-R, iQ-F, MELSEC-Q

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